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Die Selbstbauszene lebt

Viele Menschen denken, der Bau eines eigenen Fahrrads sei etwas, mit dem man sich angesichts der unzähligen käuflichen Konstruktionen für alle Geschmäcker - selbst im Spezialfahrradbereich - nicht mehr beschäftigen müsse. Tatsächlich gab es in diesem Blog schon zahlreiche Hinweise auf Eigenbauten. Spontan denken viele, dass vor allem im Hochgeschwindigkeitsbereich viel selbst entwickelt und gebaut wird, doch das stimmt bei weitem nicht.

Den Berichten über Eigenbauten im Highspeedbereich:

... stehen gegenüber zahlreiche "private" Projekte:

Aktuell ist im Velomobilforum neu hinzugekommen ein privates Selbstbauprojekt vom Velomobilforumsmitglied "Thykonaut" namens ThyK. Thykonaut ließ sich im Vorfeld sein Projekt nicht durch Bedenkenträger zerreden, sondern begann 2011 mit ersten Überlegungen und Anfang 2012 mit dem Bau. Ganz Ohne kommt das Interesse am Selbstbau nicht, hat "Thykonaut" doch schon zwei sogenannte "Tieflieger" selbst gebaut.

Optische Grundlage war das erste kommerzielle Projekt (ich hoffe, ich habe das richtig in Erinnerung) von Daniel Fenn bei Beyss mit dem Bau des Evo-K. Das K in ThyK sei eine Hommage an das Evo-K. Thykonaut sagt ganz klar, dass Ähnlichkeiten vorhanden sind, jedoch hat er das komplette Fahrzeug in einem langwierigen Prozess (vergleichbar dem Bootsbau) komplett selbst entwickelt und gebaut. Dazu stand ihm eine hochprofessionelle Werkstatt, das erforderliche Knowhow und eine Konstruktionssoftware zur Verfügung, die er zu nutzen wusste. Dafür ist mit einem wöchentlichen Aufwand von 5 Stunden (über drei Jahre gerechnet bisher ca. 450 Arbeitsstunden, im Juni soll es komplett fertig sein; Gesamtaufwand damit ca. 500 Stunden) ein beeindruckendes Gefährt herausgekommen. Ich hoffe, es wird sich die Gelegenheit ergeben, das Fahrzeug einmal "live" zu sehen.